Die betriebliche Altersversorgung ist ein wichtiger Baustein der Alterssicherung. Dennoch sparen vier von zehn Arbeitnehmern nicht für die Betriebsrente.

Die betriebliche Altersversorgung muss für Unternehmen einfacher und Beschäftigte noch attraktiver werden. Das fordert der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV).

Aktuelle Zahlen zur betrieblichen Altersversorgung (bAV) sind auf den ersten Blick erfreulich: Laut einer Untersuchung im Auftrag des Bundesarbeitsministeriums (BMAS) sparen mittlerweile (Stand Ende 2013) rund 20 Millionen Beschäftigte mit Unterstützung ihres Arbeitgebers für eine Betriebsrente – das sind rund fünf Millionen mehr als 2001. Auf den zweiten Blick wird aber deutlich, dass der Verbreitungsgrad seit 2011 nicht mehr gestiegen ist. Die bAV hat mit dem allgemeinen Beschäftigungsanstieg in den vergangenen Jahren lediglich Schritt gehalten. Nach wie vor bauen vier von zehn Beschäftigten keine Betriebsrente auf, und zwar trotz eines Rechtsanspruchs auf diese Vorsorge in Form der Entgeltumwandlung. Um das Potenzial der bAV besser auszuschöpfen, plädiert der GDV für einfachere Regeln und Verfahren für die Betriebe sowie attraktivere Bedingungen für die Beschäftigten.

Ein wesentlicher Grund für die nicht ausreichende Verbreitung der bAV dürfte zudem die Unkenntnis vieler Arbeitnehmer über mögliche Versorgungslücken im Alter sein. Zwar erfüllen Versicherer und andere Anbieter privater und betrieblicher Altersvorsorge hohe Standards bei der Information ihrer Kunden. Sinnvoll wäre jedoch die Zusammenführung aller relevanten Daten in einer säulenübergreifenden Renteninformation, die sowohl die Anwartschaften aus der gesetzlichen Rentenversicherung als auch der betrieblichen und privaten Altersvorsorge berücksichtigt. Denn nur wenn Versorgungslücken frühzeitig erkannt werden, können Arbeitnehmer ausreichend vorsorgen.