Etwa 20 Prozent der Bundesbürger können sich jetzt auf dem Internetportal „Kompass Naturgefahren“ darüber informieren, wie stark ein Gebäude durch Hochwasser, Starkregen, Blitz- und Überspannung, Sturm und Hagel gefährdet ist.

Darauf weist der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV) hin. Bislang haben die Landesregierungen von Sachsen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und vor kurzem auch Berlin die entsprechenden Daten zur Verfügung gestellt. Die Versicherungswirtschaft bereitet diese Informationen nutzerfreundlich und verständlich auf, sodass das Naturgefahrenrisiko für jeden Wohnort in diesen vier Bundesländern im Internet abgerufen werden kann.

„Kompass Naturgefahren“ zeigt heute bereits eindrucksvoll auf, welches Potential auch ein bundesweites Naturgefahrenportal unter Einbeziehung aller staatlichen Stellen hätte. Während des Hochwassers 2013 nutzten bis zu 80.000 Menschen täglich das Angebot.

Alexander Erdland, Präsident des GDV, meint dazu: „Informationen, die nur 20 Prozent der Bevölkerung erreichen, können nur der Anfang sein. Sämtliche Bundesbürger müssen sich rasch und unkompliziert über Naturgefahren informieren können. Dies kann nur erreicht werden, wenn alle Bundesländer die entsprechenden Daten mit einheitlichen Standards in ein nationales Naturgefahrenportal einfließen lassen“.

Die Versicherungswirtschaft hatte sich im vergangenen Jahr intensiv für die Einführung eines nationalen Naturgefahrenportals eingesetzt, eine bundesweite Elementarschadenkampagne gefordert und der Politik ihre fachliche Unterstützung angeboten. Die Umweltministerkonferenz hatte diese Vorschläge Ende 2014 aufgegriffen und die Bundesregierung zur Umsetzung aufgefordert. „Wir wissen, dass Aufklärung und Vorsorge der beste Schutz vor Naturkatastrophen sind, deshalb sollte jetzt rasch gehandelt werden“, so Erdland.