Laut Straßenverkehrsordnung drohen für SMS-Senden am Steuer 60 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg.

Vielen ist das aber egal. Dabei vergessen sie allerdings, dass schon die kleinste Ablenkung im Straßenverkehr tödliche Folgen haben kann. Darauf weist Sven Rademacher vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat hin: "Eigentlich sagt einem das schon der gesunde Menschenverstand. Wer während der Fahrt eine SMS tippt, der hat nicht mehr die Straße und den Verkehr im Blick, sondern nur noch sein Smartphone – ist also extrem abgelenkt. Und das kann natürlich sehr schnell sehr gefährlich werden. Denn wer allein bei Tempo 50 nur eine Sekunde abgelenkt ist und auf sein Smartphone schaut, der ist schon 14 Meter im Blindflug unterwegs – und damit gefährdet er natürlich sich und andere."

Wer in einen Unfall verwickelt wird, weil er abgelenkt war, muss damit rechnen, dass er dafür im Extremfall alleine haftbar gemacht wird. Auch der Schutz durch die Vollkaskoversicherung kann verloren gehen, wenn grobe Fahrlässigkeit nachgewiesen werden kann.