Ein Fahrzeugführer muss nicht unbedingt mit Hilfe der Fahrbahnmarkierungen seinen Abstand zum Vordermann ermitteln können.

Entsprechend urteilte das OLG Oldenburg. Im verhandelten Fall war ein Lkw-Fahrer zu einem Bußgeld von 80 Euro verurteilt worden, weil er den erforderlichen Mindestabstand von 50 m nicht eingehalten hatte.

Man kann nicht davon ausgehen, dass jeder Fahrer wissen muss, wie lang die Fahrbahnmarkierungen und die dazwischen liegenden Räume bei einem unterbrochenen Mittelstrich einer Autobahnfahrbahn sind, wodurch sich der Absatnd errechnen lässt.

Tatsächlich ergibt sich aus einer Richtlinie für Straßenmarkierungen die Länge der Markierungen von je 6 m und die der Zwischenräume von je 12 m.