Eis und Schnee machen die Autofahrt im Winter schnell zur Rutschpartie.

Kommt es bei Eis und Schnee zu einem Bagatellunfall, müssen die Beteiligten nicht unbedingt die Polizei rufen. Darauf weist der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV) hin. Für eine schnelle Schadenabwicklung sollten sie sich aber so schnell wie möglich beim Versicherer melden. Die Tipps der Versicherer für das Verhalten nach Bagatellunfällen.

Wenn es gekracht hat, muss zuerst der Unfallort gesichert werden. Also: Warnblinker anmachen, Warndreieck aufstellen und so schnell wie möglich die Fahrbahn wieder frei machen. Kleinere Unfälle dokumentieren die Beteiligten danach am besten selbst, zum Beispiel mit dem Europäischen Unfallbericht. Dieser ist kostenlos beim Autoversicherer erhältlich oder kann bei der GDV Dienstleistungs-GmbH online angefordert werden.

Das Unfallprotokoll sollte mindestens die folgenden Angaben enthalten:

Das amtliche Kennzeichen des Unfallgegners, Namen und Adressen der beteiligten Fahrer, Ort und Zeit des Unfalles, Namen und Adressen von Zeugen, Fotos vom eigenen und vom gegnerischen Fahrzeugschaden

Nach einem Unfall muss unverzüglich der Versicherer informiert werden. Sind die Versicherungspapiere am Unfallort nicht zur Hand, hilft der Zentralruf der Autoversicherer unter 0800/2502600 weiter. Zum Nachweis der Schadenhöhe reicht in der Regel ein Kostenvoranschlag der Werkstatt oder ein Foto des Schadens aus. Auf ein zeit- und kostenaufwendiges Gutachten wird bei kleinen Schäden zumeist verzichtet – so können Blechschäden schnell abgewickelt und behoben werden.

Für den Versicherungsschutz gilt: Die Kfz-Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers übernimmt den Schaden des Unfallgegners. Die Vollkaskoversicherung übernimmt die Kosten für die Reparaturen am eigenen Auto. Die Kfz-Haftpflichtversicherung ist in Deutschland für alle motorisierten Fahrzeuge gesetzlich vorgeschrieben. Der Abschluss einer Kaskoversicherung ist im Gegensatz dazu freiwillig.