Deutschland muss noch mehr tun, um die selbstgesteckten Ziele in der Verkehrssicherheit zu erreichen.

Zum Auftakt des 53. Deutschen Verkehrsgerichtstags in Goslar appelliert der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV) an Politik und Unternehmen, die gemeinsamen Anstrengungen zu verstärken. „Wir haben uns 2010 das Ziel gesetzt, innerhalb von zehn Jahren die Zahl der Verkehrstoten um 40 Prozent zu senken. In knapp der Hälfte der Zeit ist bisher die Zahl der Verkehrstoten nur um zehn Prozent gesunken. Da bleibt viel zu tun“, sagte der Präsident des GDV.

Leitbild der Verkehrspolitik in Deutschland ist die „Vision Zero“, die vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) formuliert wurde. Langfristig sollen Todesfälle im Verkehr ganz vermieden werden. Als Zwischenziel soll bis 2020 die Zahl der Verkehrstoten gegenüber 2010 um 40 Prozent sinken. Dazu haben sich die Politik und andere Akteure – darunter Automobilhersteller, Verkehrsclubs und Versicherer – verpflichtet. Für Deutschland würde das bedeuten, dass bis 2020 die Zahl der Unfalltoten auf unter 2.000 sinkt. Im vergangenen Jahr starben nach Schätzungen des Statistischen Bundesamtes allerdings noch rund 3.300 Menschen im Straßenverkehr.