Rund drei Viertel der Erwerbstätigen wollen eine Änderung im deutschen Rentenrecht.

So zahlt der Arbeitgeber für Altersrentner, die nach dem gesetzlichen Renteneintrittsalter weiterhin einer Beschäftigung nachgehen, zwar Beiträge an die Rentenversicherung, daraus entsteht aber kein Rentenanspruch für die Beschäftigten. In einer kürzlich durchgeführten Umfrage des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) votierten 73 Prozent der Befragten dafür, dass auch diese Arbeitgeberbeiträge nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses zu einer höheren Rente führen.

„Damit würde eine Verletzung des Äquivalenzprinzips, das im deutschen Rentensystem gilt, endlich aus der Welt geschafft“, erklärt DIA-Sprecher Klaus Morgenstern. Nach diesem Prinzip stehen den Einzahlungen in die Rentenversicherung jeweils entsprechende Rentenansprüche gegenüber. Bei einer Weiterbeschäftigung von Altersrentnern wird es bislang durchbrochen. „Die Arbeitgeberbeiträge sind lediglich eine Art Steuerungsabgabe, die eine Bevorzugung Älterer zu Lasten jüngerer Arbeitnehmer verhindern soll. Angesichts der demografischen Entwicklung, die einen längeren Verbleib älterer Arbeitnehmer in den Unternehmen erfordert, ist eine solche Steuerung längst überflüssig geworden“, ergänzt Morgenstern.