Führungskräfte können flexible Arbeitsmodelle wie etwa Homeoffice noch nicht in dem Umfang nutzen, wie sie es wünschen.

Dies ist das Ergebnis einer Umfrage der Führungskräftevereinigung ULA, an der rund 1.000 Führungskräfte der deutschen Wirtschaft und des öffentlichen Dienstes teilgenommen haben. Für die Zukunft fordert ULA-Präsident Dr. Roland Leroux mehr Flexibilität und Freiräume für Führungskräfte, damit sie ihre beruflichen Aufgaben auch in der 'Wirtschaft 4.0' erfolgreich erfüllen können. "Unsere Umfrage macht deutlich: noch fehlt es hierfür an der erforderlichen Unterstützung der Unternehmensleitungen. Nur so entstehen positive Rollenvorbilder und ein langfristig wirksamer Veränderungsprozess."

Den Handlungsbedarf verdeutlicht das auffällige Missverhältnis zwischen den Einschätzungen über die grundsätzliche Eignung flexibler Arbeitszeitmodelle für Führungskräfte einerseits und ihrer tatsächlichen Nutzung andererseits. So bewerten 95 Prozent aller Befragten Vertrauensarbeitszeitmodelle als geeignet für Führungskräfte, aber nur 71 Prozent nutzen sie tatsächlich. Telearbeit halten 61 Prozent für geeignet, aber nur 39 Prozent nutzen sie. Arbeitszeitreduzierungen im rentennahen Alter eignen sich prinzipiell für 68 Prozent, aber nur 6 Prozent der Umfrageteilnehmer über 60 Jahren nutzen sie.