Aktueller Pflege-TüV weiterhin kritisch.

Der 4. Pflege-Qualitätsbericht des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS) äußerte sich insgesamt zufrieden mit den Ergebnissen des Berichtes.

Obwohl sich die Bedingungen hinsichtlich Personal, zeitraubender Bürokratie und ausufernder Kontrollen seit dem letzten Bericht eher weiter verschlechtert haben, ist es den Pflegeeinrichtungen und Diensten dennoch gelungen, die Versorgungsqualität der pflegebedürftigen Menschen zu verbessern", so die Vertreterin des MDS.

Der Bericht zeigt, dass die tatsächliche Qualität der pflegerischen Versorgung größtenteils besser ist, als die bloße Ansicht von durchgeführten Maßnahmen im Sinne der Prozessqualität vermuten lässt. So ist z. B. die Anzahl von Druckgeschwüren erneut gesunken und betrifft nur noch 3,8 % der Stichprobe und das, obwohl bei der Durchführung der Vorbeugemaßnahmen noch bei ca. einem Viertel der Betroffenen durch die Qualitätsprüfer Verbesserungspotenzial gesehen wurde.

Nächster Schritt in Auswertung des Berichtes müsse eine Analyse der Ursachen von dargestellten Qualitätsmängeln sein, denn darüber mache der Bericht keine Angaben. Hier müssten alle Beteiligten einbezogen werden.