Autonomes Fahren könnte langfristig die Verkehrssituation grundlegend verändern.

Als weder realistisch noch wünschenswert hält dies Siegfried Brockmann, Leiter der Unfallforschung der Versicherer (UDV). Denn ob Autos jemals selbstständig in Innenstädten fahren können, ist überhaupt noch nicht absehbar. Die Aufgabe sei im Übrigen, Autoverkehr weitgehend aus der Innenstadt herauszuhalten und nicht, die gleiche Verkehrsstärke effektiver zu managen.

Brockmann: "Ich rechne nicht damit, dass in absehbarer Zeit Autos selbstständig durch den Stadtverkehr fahren können. Denn im komplexen Stadtverkehrsgeschehen müssten ja alle Fahrzeuge miteinander und mit der Infrastruktur kommunizieren können. Wie und wann die Probleme gelöst werden können, ist derzeit noch nicht absehbar." Nach den Erkenntnissen der UDV bringen die heutigen Systeme wie etwa Notbremsassistenten ein Mehr an Sicherheit in den Straßenverkehr. Diese Systeme gehen aber auch davon aus, dass der Fahrer verantwortlich ist. Sie sind im normalen Fahrbetrieb nicht präsent und greifen erst ein, wenn eine kritische Situation droht. Das Problem fängt an, wenn Systeme Fahraufgaben auch im normalen Betrieb übernehmen. Dann besteht die Gefahr, dass der Fahrer nicht mehr ganz bei der Sache ist und im Ernstfall die Kontrolle nicht angemessen übernehmen kann.