Geplante Neuverschuldung sinkt von 439 auf 173 Euro pro Sekunde.

Die Schuldenuhr des Bundes der Steuerzahler läuft langsamer, weil das Tempo der gesamtstaatlichen Verschuldung in diesem Jahr abnimmt. Die Schuldenuhr betrachtet Bund, Länder und Kommunen in ihrer Gesamtverschuldung und der geplanten Neuverschuldung. Danach werden im Jahr 2015 insgesamt rund 5,5 Milliarden Euro neue Kredite an den Kapitalmärkten aufgenommen. Das resultiert aus den öffentlichen Haushaltsplänen und Finanzplanungen. Auf Grundlage der vorgesehenen Nettokreditaufnahmen ergibt sich damit ein Schuldenzuwachs von 173 Euro pro Sekunde – im Vergleich zu 439 Euro Anfang 2014. "Dieser Tiefststand ist sehr erfreulich und macht deutlich, dass die Schuldenbremse langsam gelebte Verfassungswirklichkeit wird. Allerdings wird nicht in allen Bundesländern und auch nicht in allen Kommunen ein ausgeglichener Haushalt vorgelegt. Deshalb müssen Sparanstrengungen auf der politischen Agenda weiterhin ganz oben stehen", fordert BdSt-Präsident Reiner Holznagel.