Wer im Chemieunterricht verletzt wird, hat keinen Anspruch auf Schmerzensgeld.

Entsprechend urteilte ein Gericht in Osnabrück. Im verhandelten Fall hatte sich in einer sechsten Klasse bei einem Experiment eine Stichflamme aus einer Spiritus-Flasche entwickelt. Ein Schüler erlitt Brandverletzungen an Gesicht und Oberkörper und wollte Schmerzensgeld in Höhe von 10.000 Euro geltend machen.

Die Richter lehnten das ab. Für Betriebsunfälle tritt die Sozialversicherung ein. Direkte Ansprüche gegen andere Unfallbeteiligte sind dann weitgehend ausgeschlossen und auf vorsätzliche Verhaltensweisen beschränkt. Das war hier nicht der Fall.