Reale Tarifsteigerungen von 2,4 %.

Die Tariflöhne haben im Jahr 2015 real (nach Abzug der Inflation) spürbar zugelegt. Die Verbraucherpreise sind im vergangenen Jahr lediglich um 0,3 % gestiegen, die Tarifvergütungen dagegen um nominal 2,7 %. Daraus ergibt sich im gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt ein reales Wachstum der Tariflöhne und -gehälter um 2,4 %. Zu diesem Ergebnis kommt die Bilanz der Tarifpolitik des Jahres 2015, die das Tarifarchiv des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung vorlegt.

Am höchsten fällt die jahresbezogene Tarifsteigerung mit nominal 3,5 % im Investitionsgütergewerbe aus, gefolgt vom Bereich private Dienstleistungen, Organisationen ohne Erwerbszweck mit 3,0 % und dem Baugewerbe mit 2,8 %. Genau im Durchschnitt liegt das Nahrungs- und Genussmittelgewerbe mit 2,7 %. Um 2,6 % stiegen die tariflichen Entgelte in den Bereichen Verkehr und Nachrichtenübermittlung, Grundstoff- und Produktionsgütergewerbe sowie Kreditinstitute, Versicherungsgewerbe. Mit 2,4 % nur wenig dahinter rangieren die Bereiche Gartenbau, Land- und Forstwirtschaft sowie Energie- und Wasserversorgung, Bergbau und Gebietskörperschaften, Sozialversicherung, gefolgt vom Verbrauchsgütergewerbe mit 2,3 %. Im Handel liegt der jahresbezogene Tarifanstieg bei nominal 1,7 %.