Umweltschadenversicherung

Umweltschadenversicherung –
Versicherungsschutz für Sie und unsere Umwelt

Umweltschutz ist hier in Deutschland ein erklärtes Staatsziel. Der Erhalt der Natur in seiner gesamten Artenvielfalt ist auch für weitere Generationen ganz besonders wichtig. Schädigt man durch betriebliche Anlagen oder den Geschäftsbetrieb das empfindliche Gleichgewicht der Natur, werden Artenschutz und Umweltamt sehr schnell aktiv. Die Auflagen um den zerstörten Ursprungszustand herzustellen unterliegen hierbei keinen Summengrenzen. Als Firmeninhaber sollte man das Thema Umweltschaden daher auf keinen Fall leichtfertig abtun. Hier lauert ein enormes Gefahrenpotential für die Existenz Ihrer Firma! Denn wer die Umwelt schädigt wird dafür zur Rechenschaft gezogen, auch wenn er keinen Fehler gemacht hat! Hier unterstützt Sie die Umweltschadenversicherung.

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Kleine Ursache große Wirkung – Umweltschäden entstehen schneller als gedacht!

Betrieblich verursachte Umweltschäden können das Gleichgewicht der Natur empfindlich stören – und hohe Kosten verursachen!
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Warum ist eine Umweltschadenversicherung wichtig?

Beispielsweise stellte Mitte 2012 die Tierschutzorganisation PETA Strafanzeige gegen den Nürnberger Zoo. Überschwappendes Wasser aus der Delphinlagune war ausgetreten und im angrenzenden Waldboden versickert. Der daraufhin zu hohe Chloridgehalt im Grundwasser sorgte für eine dauerhafte Schädigung der angesiedelten Flora. Das Umweltamt legte dem Zoo verschiedene Auflagen und Maßnahmen auf, zum Beispiel den Waldboden mit Süßwasser zu spülen oder bauliche Maßnahmen um das Problem endgültig zu beseitigen. Zu den insgesamt angefallenen Kosten wurde jedoch keine Aussage getroffen.

Verpflichtung zur Vermeidung von Umweltschäden

Seit 2007 besteht eine öffentlich-rechtliche Verpflichtung von Gewerbetreibenden, Umweltschäden zu vermeiden und aufgetretene Schäden zu sanieren (USchadG). Hier handelt es sich um einen Umweltschaden, wenn eine Schädigung von geschützten Tierarten, geschützten Pflanzen oder geschützten Lebensräumen und Gewässern vorliegt. Insgesamt stehen mittlerweile 13% der Gesamtfläche Deutschlands unter diesem Schutz, deshalb ist fast jeder Betrieb weniger als 10 km von einem Schutzgebiet entfernt und kann Einfluss darauf nehmen.

Sanierungsmaßnahmen zur Beseitigung von Umweltschäden

Ist ein Umweltschaden durch den Betrieb entstanden, werden dem Unternehmen umfangreiche Sanierungsmaßnahmen auferlegt: neben der Neuansiedlung von geschützten Arten kann es auch zu einer Umsiedlung kommen, wenn das geschädigte Gebiet sich nicht mehr für die geschädigte Art eignet. Zusätzlich muss auch der vernichtete Bestand wieder hergestellt werden. Abgesehen von den Sanierungsmaßnahmen ist ein Umweltschaden auch immer mit hohen Gutachterkosten verbunden. Immerhin muss der Urzustand, der Schaden und auch die Entwicklung der Sanierung über mehrere Jahre geprüft werden. Diese Kosten übernimmt die Umweltschadenversicherung.

Häufig gestellte Fragen

Versichert ist – je nach Umfang des Vertrags – die gesetzliche Haftpflicht gem. Umwelthaftungsgesetz bzw. Umweltschadengesetz, die durch ihren Betrieb oder seine Anlagen verursacht werden. Trotz der Umweltschadenversicherung sehen beide Gesetze eine verschuldensunabhängige Haftung vor – das Umweltschadengesetz sogar für Schäden auf eigenem Grund und Boden. Zudem ist die Umweltschaden-Versicherung nicht geografisch an Geltungsbegrenzungen gebunden.

Zunächst richtet sich die Versicherungssumme nach dem speziellen Risiko des Versicherungsnehmers. Die Kosten zum Ausgleich berechtigter Ansprüche und die Kosten zur Abwehr unberechtigter Ansprüche werden von der Umweltschadenversicherung gedeckt. In jedem Fall erfolgt die Schadenzahlung abzüglich der eventuell vereinbarten Selbstbeteiligung.

Der Leistungsumfang der Umweltschadenversicherung erstreckt sich auf Personen-, Sach- und den daraus als Folgen entstehenden Vermögensschäden Dritter, die durch Deckungserweiterungen und Zusatzklauseln bestimmt werden, je nach individuellem Bedarf.
Es liegt eine Umwelteinwirkung vor, wenn sich Stoffe, Erschütterungen, Geräusche, Druck, Strahlen, Gase, Dämpfe, Wärme oder sonstige Erscheinungen über Boden, Luft oder Wasser ausgebreitet haben. Dies gilt ebenfalls für ein vom Betrieb auf ein Nachbarhaus übergreifendes Feuer. Die Umweltschadenversicherung erstreckt sich in ihrem Leistungsumfang (abhängig vom vereinbarten Umfang bzw. Baustein) auf die Übernahme von berechtigten Sanierungs- und Kostentragungsverpflichtungen infolge eines Umweltschadens. Der Schaden muss direkt durch die Tätigkeit eines Betriebes entstanden sein, bzw. muss dieser die unmittelbare Gefahr für den Umweltschaden verursacht haben.

Abgrenzung Umwelthaftpflicht- / Umweltschadenversicherung

In welchem Fall welche Deckung nötig ist, zeigt das nachfolgende Beispiel:

Die Filter der Abgasanlage einer Fabrik sind defekt, wodurch Giftstoffe freigesetzt werden. Der giftige Qualm setzt sich u.a. auf einem Bauernhaus ab, dessen Fassade und Dach dadurch schwarz gesprenkelt werden. Die Giftstoffe ziehen auch in einen Stall und töten zwei Jungschweine. Auch in eine nahegelegene Höhle zieht der Qualm, wo ein großer Teil einer dort lebenden Fledermauspopulation erstickt. Umweltschützer organisieren eine Umsiedlung der verbleibenden Tiere, da die Höhle kontaminiert ist.

Für das Bauernhaus ist die Umwelthaftpflichtversicherung entscheidend, da hier ein konkret bezifferbarer zivilrechtlicher Schadenersatzanspruch besteht. Gebäude und Tiere gehören jemandem, den es nun zu entschädigen gilt. Anders bei der Höhle der Fledermäuse: Hier greift die Umweltschadenversicherung, da hier eben kein konkret bezifferbarer Schadenersatzanspruch besteht. Die Fledermäuse gehören niemandem und Ziel der Bemühungen ist der Erhalt der Population einer geschützten Art.

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